Das Buch bietet eine eingehende Untersuchung des Urartäischen Reiches, das zu Beginn des ersten Jahrtausends v. Chr. das Hochland der heutigen Türkei, Armeniens und des Iran besetzte. Weniger bekannt als sein Rivale, das Neoassyrische Reich, stellt Urartu einen einzigartigen Fall imperialer Macht dar, die nicht in Städten zentralisiert, sondern auf Bergfestungen verteilt war. Anhand einer räumlichen Analyse zeigt das Buch, wie systematische Kriegsführung, angetrieben von imperialen Ambitionen, die Gebiete Urartus und Assyriens prägte und symbolisch und materiell mächtige Landschaften schuf. Tiffany Earley-Spadoni hinterfragt traditionelle Sichtweisen, indem sie die Rolle der Kriegsführung bei der Gestaltung antiker Landschaften hervorhebt und darauf hinweist, dass die Stärke Urartus in der strategischen Optimierung des Geländes durch befestigte regionale Netzwerke lag. Mit einem interdisziplinären Ansatz, der GIS-gestützte Studien einbezieht und archäologische, historische und kunsthistorische Belege integriert, veranschaulicht sie, wie Krieg eine prägende Kraft bei der Strukturierung von Raum und Gesellschaft im alten Nahen Osten war. "Landscapes of Warfare" ordnet die Entwicklungen Urartus in den größeren Kontext regionaler Reiche ein und liefert Einblicke in die Mechanismen von Kriegführung, Regierungsführung und kultureller Identitätsbildung.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Earley-Spadoni, Tiffany
Titel
Landscapes of Warfare
Details
Englischer Text, sw-Karten. 300 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Untertitel
Urartu and Assyria in the ancient Middle East
Manchester Oxford Road IVI13 9Nr Manchester Vereinigtes Königreich