Antoine Watteaus wohl berühmtestes Gemälde im Pariser Louvre zeigt eine Schauspielergruppe, in deren Zentrum ein weißgekleideter Pierrot abgebildet ist (Le Gilles ou Pierrot). Haltung und Gesichtsausdruck dieser Figur unterscheiden ihn deutlich von dem üblichen Getümmel, das die Akteure der Comedie Francaise sonst auf der Bühne treiben. Möglicherweise hat Watteau den berühmten Mimen Gilles darstellen wollen, nach dem das Bild später benannt wurde. Als Kontrast zu dem versonnen in die Ferne blickenden Gilles agiert Momos, eine rot bekleidete und mit Schellen behängte Figur mit aufreizenden Gebärden. Sie verkörpert in der Komödie den verneinenden, widersprechenden Geist. Daneben sind zwei Affen bestrebt, Gilles durch Zupfen an seinen Beinkleidern aus der Ruhe zu bringen. Widersprüchliches wird ebenfalls durch die hinzukommende Gruppe ausgedrückt: Das ungleiche Paar - ein alter Mann führt seine hübsche, junge Frau im Schlepptau. Diese jedoch poussiert bereits ausgiebig mit einem jungen Mann. Im Hintergrund befindet sich der noch geschlossene Theatervorhang.
Gruppe
Flache Figur(en)
Beschaffenheit
unbemalt
Größe/Maßstab
Größe 30 mm
Material
Zinnlegierung 55%Sn 39%Pb 6%Sb
Anzahl Teile
5
Zeit
16. Jh. - 18. Jh.
Nationalität/Ort
Italien
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