Als der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg ausbrach, waren die amerikanischen, britischen und französischen Geheimdienste besonders gut strukturiert, aber allen Beteiligten wurde schnell klar, dass der Sieg von fundierten politischen und militärischen Informationen abhing. Während Großbritannien und Frankreich eine Tradition der Spionage hatten, hatten die Amerikaner mit einem Geheimdienst zu kämpfen, der fast immer deutlich unterlegen war. Trotz dieses Nachteils waren es jedoch die Amerikaner, die sich durchsetzten. Von Anfang an war sich General George Washington der Bedeutung der Spionage und der Spionageabwehr bewusst. Unter seiner Aufsicht operierten mehrere Spionagenetzwerke sowohl in eng verbundenen Kreisen als auch in weitreichenden Gesellschaften. Die verdeckten Ermittler waren Kaufleute, Schneider, Bauern und andere außergewöhnliche Patrioten mit ganz normalen Berufen. Benjamin Franklin übernahm die Verantwortung für verdeckte Operationen, während John Jay die Spionageabwehr beaufsichtigte. Alle drei Männer wurden 1997 von der CIA als Gründerväter der amerikanischen Geheimdienste geehrt. Vor allem die Briten benötigten Informationen über die Geografie und das Gelände, mit denen ihre Streitkräfte nicht vertraut waren. So führten die Briten beispielsweise eine Kampagne durch, um die amerikanische Öffentlichkeit und insbesondere die versklavten Menschen afrikanischer Herkunft für sich zu gewinnen. Sie stützten sich dabei auch teilweise auf Spione wie Benedict Arnold, dessen Name später zum Synonym für Verrat und Hinterlist wurde. Abgesehen von der Technologie gibt es kaum Unterschiede zwischen der modernen Spionage und den Techniken und Methoden vor 250 Jahren. Doppelagenten, Geheimschrift, tote Briefkästen, geheime Treffen, Codierung und Entschlüsselung, Sabotage, Bestechung, Täuschung, Signale, Propaganda und Partisanenkrieg waren während der Revolution weit verbreitet. Beide Seiten führten auch Desinformationskampagnen durch, um zu verwirren und in die Irre zu führen. Nicht zuletzt war der Ausgang einer Reihe von Schlachten im Unabhängigkeitskrieg, wie Lexington, Concord und Yorktown, dem Einsatz von Geheimdienstinformationen und der Arbeit des amerikanischen Spionagechefs, Agent 711 - General George Washington - zu verdanken.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Ridley, Norman
Titel
General George Washington - Spymaster Agent 711
Details
Englischer Text, 16 sw-Abb. 256 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Untertitel
The Intelligence Battle during the American War of Independence
Frontline Books 47 Church Street, Barnsley S70 2AS South Yorkshire Vereinigtes Königreich