Im Frühjahr 1942 erlitten Hitlers Truppen an der Ostfront schwere Verluste. Um diese Verluste auszugleichen, forderte die Armee die Versetzung von 20.000 Mann aus der Kriegsmarine und 200.000 Fliegern aus der Luftwaffe, die zur Infanterie umgeschult werden sollten. Reichsmarschall Hermann Göring, Chef der Luftwaffe, lehnte diesen Plan vehement ab, da er befürchtete, dass dies seine politische Macht nach mehreren Misserfolgen der Luftwaffe schwächen würde. Er schlug stattdessen vor, dass die Luftwaffe diese 200000 Männer ausbilden und ausrüsten sollte, da ihr nationalsozialistischer Geist den Kriegsanstrengungen zugutekommen würde. Hitler, der politische Loyalität über militärische Logik stellte, genehmigte die Aufstellung der Luftwaffen-Felddivisionen. Obwohl sie für den Frontkampf ungeeignet waren, wurden diese Divisionen in allen Kriegsschauplätzen außer Nordafrika eingesetzt. Sie waren im Allgemeinen ineffektiv, viele galten als nur für Garnisonsdienst tauglich. An der Ostfront hatten sie aufgrund der brutalen Intensität der Kämpfe einen schwierigen Stand. Zwei Divisionen, die 12. und die 21., schnitten jedoch relativ gut ab. Diese eingehende Studie untersucht die Luftwaffen-Felddivisionen und deckt die tragischen Folgen von Görings Entscheidung auf. Viele Angehörige der Luftwaffe kamen in diesen schlecht vorbereiteten Divisionen ums Leben, deren Leben hätte gerettet werden können, wenn sie eine angemessene Ausbildung durch das Heer erhalten hätten. Die Untersuchung stützt sich auf umfangreiches Archivmaterial und verdeutlicht die menschlichen Kosten dieses strategischen Fehlers.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Munoz, Antinio J.
Titel
Hitler's Luftwaffe Infantry
Details
Englischer Text, 16 sw-Fotos. 288 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Untertitel
The German Air Force Field Divisions, 1942-1945
Frontline Books 47 Church Street, Barnsley S70 2AS South Yorkshire Vereinigtes Königreich