Der amerikanische Diplomat und Historiker George Frost Kennan bezeichnete den Ersten Weltkrieg als "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" und gibt damit Lyautey Recht, der im August 1914 in Marokko über die Kriegserklärung ausrief: "Das ist der größte Unsinn, den die Welt je begangen hat". Auch wenn dieser Krieg für die Franzosen und ihre Verbündeten sowohl physisch als auch moralisch unerträglich war, darf man nicht vergessen, dass dies auch für die Deutschen galt, die zusätzlich die Frustration und Schande ertragen mussten, ihn verloren zu haben. Die deutsche Kultur ist bekannt für ihre Brillanz, sowohl in der Literatur, Musik, bildenden Kunst und Architektur als auch in der Malerei, im Möbelbau und in der Porzellanherstellung. Diese Brillanz findet sich bis ins 18. Jahrhundert in der Gestaltung von Orden und Medaillen wieder und hielt in diesem Bereich bis 1918 an. Die Sorgfalt, mit der Emaille, Metallziselierungen und Montagen in Schweizer Uhrmacherqualität ausgeführt wurden, ist unübertroffen. Besonders hervorzuheben sind die Goldschmiede aus Dresden in Sachsen und Berlin in Preußen. Dieses Buch soll, nachdem es die Komplexität der Verwaltungs- und politischen Systeme des Zweiten Reiches aufgezeigt hat, die Vielfalt bestimmter Orden und aller Medaillen des Ersten Weltkriegs erklären, die sich von Staat zu Staat unterscheiden, obwohl alle diese Staaten zum Deutschen Reich gehören, dessen Kaiser Wilhelm II. ist, der aber auch König von Preußen ist.
Autor
Franc, Jean-Michel/Autengruber, Michael
Titel
Le Reich ses décorations et ses insignes 1914-1918
Details
Französischer Text, mehr als 750 sw- und Farbabb., Großformat. 432 Seiten.
Zustand
Ladenneu
Editions du Brevail Rue du Brevail 3 21470 Brazey en plaine Frankreich