Der Hadrianswall gilt allgemein als das römische Grenzdenkmal schlechthin. Mit seinen zahlreichen Attraktionen wird er jährlich von über einer halben Million Touristen besucht, und die archäologische Erforschung des Denkmals fließt weltweit in Lehre und Forschung ein. Der Wall nimmt eine führende Rolle im Fachgebiet der römischen Grenzstudien ein, hat aber noch viel mehr zu bieten. Dieser Band präsentiert eine Reihe thematischer Fallstudien, die sich geografisch auf den Hadrianswall und die weitere Grenzregion konzentrieren und gleichzeitig zeigen, wie die Arbeit in dieser Region das Verständnis für Kernfragen der römischen Archäologie im Allgemeinen fördern kann. Jede Fallstudie kombiniert die neuesten Forschungsergebnisse und Erkenntnisse von Fachleuten auf ihrem Gebiet und präsentiert sie in einem leicht verständlichen Format, das für Enthusiasten, Studenten und Fachleute aus den Bereichen Archäologie und/oder Klassische Philologie geeignet ist. Der Band bietet nicht nur einen Überblick über die aktuellen Erkenntnisse zur Grenze, sondern konzentriert sich auch auf den Wall und seine Gemeinden, die Verwendung von Stein von der Quelle bis zum Bauwerk, Hinweise auf Konflikte und Gewalt, Religion und Glauben im Leben und im Tod, Aspekte der materiellen Kultur und den Wall als kulturelles Phänomen.