Als Hitler im März 1938 in Österreich einmarschierte, wurde er stürmisch empfangen. Millionen Menschen säumten die Straßen und füllten die Plätze Wiens. Tobias Portschy, ein selbsternannter regionaler Nazi-Chef, überlegte, was er einem Mann geben sollte, der schon fast alles hatte, was er wollte, und er dachte an ein besonderes Geschenk des österreichischen Volkes an den "Führer" - die Auslöschung jüdischen Lebens im Burgenland, einer malerischen ländlichen Region etwa 70 km südöstlich von Wien. Der Holocaust hatte begonnen.
Das Buch ist ein erstaunlicher Überblick über die jüdische Geschichte Mitteleuropas, ein Bericht über die Eröffnungssalve dessen, was sich zum systematischen Völkermord am europäischen Judentum im industriellen Maßstab entwickelte, und eine ernste Untersuchung der völlig unzureichenden Reaktion der Welt. Es ist auch eine sehr persönliche Memoiren- und Familiengeschichte. Gut recherchiert und in seinem Umfang enorm ehrgeizig, erzählt es den gesamten Bogen der jüdischen Erfahrung in Mitteleuropa über 300 Jahre hinweg, erzählt durch die Geschichte einer Familie, die während der gesamten Zeit in ihrer Identität unerschütterlich blieb. David Joseph hat eine unbequeme Geschichte seziert, und die Ergebnisse verlangen eine grundlegende Neubewertung der orthodoxen Erzählung über den Holocaust und die Rolle Österreichs darin.
Gruppe
Bücher (ladenneu)
Autor
Joseph, David
Titel
Burgenland. Village Secrets and the First Tremors of the Holocaust
Details
Englischer Text, 16 Tafeln mit sw- und Farbabb. 383 Seiten.