Zwischen September 1943 und Sommer 1947 erlebte Italien Jahre scheinbarer "Befreiung", die von weitverbreiteter Gewalt im ganzen Land, Korruption und Misswirtschaft der Alliierten Militärregierung (AMGOT) und deren Folgen für die Zivilbevölkerung geprägt waren. Hunger, Krankheiten, Schwarzmarktgeschäfte und Bombenangriffe auf italienische Städte trugen dazu bei. Alliierte Truppen waren für Tausende von Verbrechen an unschuldigen Zivilisten verantwortlich, in einem Klima der Straflosigkeit, das ihnen die absolute Kontrolle über das Gebiet sicherte. Offiziellen Angaben zufolge wird geschätzt, dass insgesamt über 23.000 Italiener durch ausländische Besatzungstruppen Unfälle, physische und psychische Gewalt, Überfälle, Morde und Vergewaltigungen erlitten. Neben den berüchtigten "Marocchinate" (Gräueltaten) der Goumiers der französischen Expeditionsstreitkräfte wurden Hunderte von Vergewaltigungen und Morden an Zivilisten von amerikanischen und britischen Soldaten begangen. Brasilianische, indische, kanadische, polnische, griechische und neuseeländische Kontingente waren ebenfalls für Gewalttaten verantwortlich, darunter Vergewaltigungen und Morde, Verletzungen, Überfälle, Diebstähle und zahlreiche Verkehrsunfälle.
Details
Italienischer Text, Paperback. 334 Seiten.
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