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Das Bild von Sir Francis Drake, der trotz der Sichtung der Spanischen Armada gelassen auf Plymouth Hoe Bowls spielt, ist als eines der großen Beispiele englischer Gelassenheit in die Geschichte eingegangen. In Wirklichkeit wusste der englische Befehlshaber, dass Wind und Gezeiten es der englischen Flotte zu jenem Zeitpunkt unmöglich machten, in See zu stechen. Dies ist Teil der Erzählung über das, was als einer der größten Triumphe Englands gilt; für die Spanier jedoch brennt die Niederlage der Flotte des Herzogs von Medina Sidonia noch heute als die wohl demütigendste Episode ihrer Geschichte tief im Gedächtnis. Schon bei der bloßen Erwähnung des Namens reagieren sie empört und beteuern vehement, die Armada sei durch Stürme und schlechtes Wetter besiegt worden - und nicht durch die Royal Navy. Zum ersten Mal wird diese entscheidende Schlacht im englischsprachigen Raum von einem Spanier analysiert, wobei er sich auf zeitgenössische spanische Berichte sowie neuere kritische historische Darstellungen stützt. Die Hintergründe des Konflikts zwischen Philipp II. und Elisabeth I. - des Englisch-Spanischen Krieges von 1585 bis 1604 - werden aus spanischer Sicht erläutert; zudem werden die Hauptakteure jener Epoche - wie Álvaro de Bazán, Alexander Farnese und natürlich Drake und Hawkins - in einem etwas anderen Licht dargestellt, als es britischen Lesern üblicherweise präsentiert wird. Das Werk "The Spanish Armada from the Spanish Perspective" beginnt mit einer Beschreibung der spanischen Marine - ihrer Ursprünge und ihrer Zusammensetzung - sowie einer Prüfung der gängigen Behauptung, sie sei zu jener Zeit die beste der Welt gewesen. Die spanische Vorherrschaft im westlichen Mittelmeer und im Atlantik wird dargelegt, und die großen Galeonen der Epoche sowie deren Leistungsfähigkeit werden beschrieben. Die Organisation und Zusammensetzung der Armada werden ebenso detailliert beleuchtet wie die sieben Flotten, in die sie unterteilt war. Ihre Schiffe und Befehlshaber werden eingehend betrachtet - insbesondere ihr Oberbefehlshaber, der Herzog von Medina Sidonia, ein Mann, der kaum über seemännische Kenntnisse verfügte. All dies dient als Auftakt zum Auslaufen der Armada und zu ihrer dramatischen Reise nach England. Die Schlacht - oder genauer gesagt: die fünf Gefechte, die am 31. Juli 1588 vor Plymouth, am 2. August vor Portland Bill, am 3. und 4. August vor der Isle of Wight sowie als letzte Schlacht am 7. August vor Brulotes (Calais) stattfanden - bilden den Schwerpunkt dieses Buches. Ebenso fesselnd ist der Bericht über die entbehrungsreiche Rückreise der wenigen Schiffe, die die Schlachten überstanden hatten - entlang der Küsten Schottlands und Irlands, wo schlechtes Wetter schließlich viele der Schiffe vernichtete und wo zudem eine große Zahl jener Seeleute, denen es gelungen war, ans Ufer zu schwimmen, unmittelbar nach dem Erreichen des Festlands getötet wurde. Das Schicksal vieler dieser Gefangenen wird dabei beleuchtet. Das Buch listet zudem die wichtigsten spanischen Befehlshaber auf, die während der Schlachten oder auf der Rückreise ums Leben kamen - Persönlichkeiten wie Juan Martínez de Recalde und Miguel de Oquendo. Schließlich werden die Folgen des Feldzugs aus spanischer Sicht betrachtet. Gelang es Spanien, sich rasch von den erlittenen schrecklichen Verlusten zu erholen? Nutzte England die geschwächte Position aus, in der sich die spanische Marine nun befand? Vielleicht lässt sich nun eine wahrhaft ausgewogene Sicht auf die Niederlage der Spanischen Armada gewinnen, da wir das Geschehen endlich auch aus der spanischen Perspektive betrachten können.
- Gruppe
- Bücher (ladenneu)
- Autor
- Giménez, J. J. Herrero
- Titel
- The Spanish Armada From the Spanish Perspective
- Details
- Englischer Text, Paperback, 32 sw-Abb. 256 Seiten.
- Zustand
- Ladenneu
- Untertitel
- The Tudors’ Greatest Naval Victory
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Webseite: www.frontline-books.com
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