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Während des Zweiten Weltkriegs glaubten sowohl die Japaner als auch die Amerikaner an die unermessliche Kraft ihres jeweiligen Kampfgeistes; doch es war die amerikanische taktische Kultur, die der US-Armee den Sieg über ihre japanischen Gegner ermöglichte. In den Jahrzehnten nach dem Krieg herrschte die Auffassung vor, der amerikanische Sieg sei aufgrund der überwältigenden Ressourcen und der überlegenen Feuerkraft unvermeidlich gewesen, während die Japaner von vornherein zum Scheitern verurteilt gewesen seien, da sie der industriellen Macht der Vereinigten Staaten niemals hätten das Wasser reichen können. Auch wenn die Amerikaner letztlich tatsächlich über eine Überlegenheit bei Feuerkraft und Logistik verfügten, verkennt diese Sichtweise auf ungerechte Weise die kämpferischen Fähigkeiten der japanischen Streitkräfte. Zudem ignoriert sie die Tatsache, dass mehr als dreieinhalb Jahre erbitterter Kämpfe nötig waren, um diesen Sieg zu erringen. Sowohl die Japaner als auch die Amerikaner bewiesen Kampfwillen. Beide Seiten wollten siegen. Der Siegeswille der Amerikaner speiste sich aus der Überzeugung, für eine zutiefst moralische Sache zu kämpfen, und äußerte sich in einer grimmigen Entschlossenheit, die Aufgabe zu erfüllen und heimzukehren. Im Gegensatz dazu wurde der japanische Siegeswille durch eine strategisch-taktische Kultur untergraben, die eine Opferbereitschaft propagierte, welche von japanischen Soldaten und ihren Führungskräften oft fatal missverstanden wurde: Man glaubte, der eigene Tod im Kampf sei der Schlüssel zum Sieg. Die strategische Kultur war für den Ausgang des Pazifikkriegs ebenso entscheidend wie das Machtgefälle. Effektive Waffen und Ausrüstung sind zwar für den Erfolg unerlässlich, stellen jedoch nur einen Aspekt der Kampfkraft dar. Die japanische strategische Kultur führte zu der Überzeugung, dass man nicht das einzige Volk mit Willenskraft und Mut sei. Die Hoffnung auf einen Sieg gründete auf dem Glauben, eine geistige Überlegenheit könne die materielle Überlegenheit ausgleichen. Man war zuversichtlich, die Amerikaner durch die spezifisch japanischen Tugenden nationalen Willen, Disziplin und Opferbereitschaft besiegen zu können. Japans Scheitern in dieser Hinsicht war darauf zurückzuführen, dass die eigene Strategie die Vernichtung der taktischen Streitkräfte stillschweigend als akzeptablen Ersatz für einen Sieg in Kauf nahm. Wie dieses Buch aufzeigt, bildet der Siegeswille das Fundament militärischen Erfolgs; und wenngleich effektive Waffen und Ausrüstung für den Erfolg unerlässlich sind, machen sie doch nur einen Teil der Kampfkraft aus. Bei der Untersuchung dieses Themas legt der Autor dar, wie die gegensätzlichen strategischen Kulturen der beiden Kriegsparteien im Zweiten Weltkrieg den Verlauf und die Folgen des Konflikts beeinflussten.
- Gruppe
- Bücher (ladenneu)
- Autor
- Burklund, Richard
- Titel
- Combat Effectiveness in the Pacific War
- Details
- Englischer Text, 64 sw-Abb. 256 Seiten.
- Zustand
- Ladenneu
- Untertitel
- How American and Japanese Forces Fought Their Campaigns in WW2
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Webseite: www.frontline-books.com
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